3D-Technik

Von Papierbrillen im Kino zu VR im Wohnzimmer  

Der Technologiesektor ist schnelllebig.

Zwischen unzähligen Start-Ups und Projekten verliert man so leicht den Überblick. Auch der Bereich der 3D-Technik bleibt davon natürlich nicht verschont. Ein paar Ideen darüber, welche Möglichkeiten die Dreidimensionalität bietet, bekommst du deshalb hier.

3D durchdringt die Medien. Grund dafür sind besonders die weitreichenden Einsatzmöglichkeiten, die sich für diese Technologie in letzter Zeit ergeben haben. Neben der industriellen Nutzung zeichnen sich dabei auch tiefgreifende Veränderungen, unter anderem in der Unterhaltungsindustrie ab. So gilt es, den noch jungen und unübersichtlichen Markt für diese Technologie zu erschließen.

Nur wenigen ist bislang bewusst, wie vielfältig 3D-Technik einsetzbar ist. Denn wirklich in unserem Alltag angekommen ist sie bislang wohl nur im Film. Wie weit dieses Potential darüber aber hinausgeht, ist für viele Verbraucher noch schwer abzuschätzen. Um dir diesen gedanklichen Einstieg zu erleichtern, findest du im Folgenden eine Übersicht.

Was leistet 3D-Technik?

Wie schon gesagt, es gibt vielseitige Anwendungsmöglichkeiten. Die Frage, die du dir also eigentlich stellen solltest lautet eher: Was kann 3D-Technik konkret für mich leisten?

Ganz allgemein lässt sich das Konzept “3D” natürlich auf alles übertragen, was mit visueller Wahrnehmung zu tun hat. Distanziert man sich nun also vom Kino, braucht es erst ein wenig Kreativität, sich das volle Potential auszumalen.

Bislang hört man von 3D ja besonders häufig im Zusammenhang mit der Industrie. Das für uns wohl bekannteste Konzept ist dabei der 3D-Druck. Große Automobilkonzerne, wie beispielsweise Audi, setzen hier in ausgewählten Produktionsschritten bereits auf ein solches Verfahren, und auch in der Luftfahrt und sogar der Medizin gewinnt es an Bedeutung. Regelmäßig belegen Marktstudien dieses Potential.

Aber was soll das jetzt in meinem Wohnzimmer?

Ein mögliches Szenario wäre folgendes:

Du brauchst ein neues Regal für deine Wohnung. Statt wie bisher ein Aufmaß der Wand zu erstellen, scannst du diese kurzerhand mit einem Pocket-Device. Du hast deine VR-Brille zur Hand und setzt mit dieser virtuell und bequem die von Online-Anbietern erstellten 3D-Modelle der angebotenen Regale ein. Du siehst, welches Modell in dein Zimmer und zu deiner restlichen Einrichtung passt.

Das überzeugt dich nicht? Vielleicht passt dieses Beispiel besser zu dir:

Du renovierst seit kurzem dein Zuhause. Da du berufstätig bist, bleibt dir dabei nichts anderes übrig, als deine Wochenenden zu opfern. Am Sonntag fällt dir ein, dass du unter all dem Stress am Vortag vergessen hast, die Steckdosenleisten, die du heute montieren wolltest im Baumarkt zu besorgen.

Das wäre ziemlich frustrierend, doch zu deinem Glück bist du trotz allem gut vorbereitet. Du lädst dir online ein 3D-Modell runter oder scannst mit einem einfachen Handgriff eine der alten, vorher ausgebauten Leisten ein. Mit einem eigenen Drucker hast du in kurzer Zeit die gesuchten Bauteile zur Hand, und kannst in Ruhe deiner Arbeit nachgehen.

Kann ich das heute schon benutzen?

Zugegeben, eine so einfache und schnelle Anwendung ist derzeit noch nicht möglich. Doch sie wird immer realistischer. Und auch wir arbeiten daran, dass 3D-Technologie langsam ihren Weg in den Alltag findet.

Denn bei solchen Aussichten vergisst man leicht die im Moment noch bestehenden Probleme. Um 3D-Druck zu optimieren und die damit gebotenen Möglichkeiten voll auszuschöpfen, braucht es nämlich eine funktionierende Infrastruktur. Besonders wichtig ist dafür der 3D-Scan. Denn ohne hochwertige Druckvorlage gibt es natürlich auch keinen guten, dreidimensionalen Ausdruck.

Die Möglichkeit, Objekte dabei in einem einfachen und effizienten Arbeitsvorgang genau zu digitalisieren, ist bislang leider noch nicht geboten. Ist dieses Problem aber erst einmal gelöst, ist auch ein großer Schritt für 3D-Technik in den Alltag getan.

Inspiriert? Dann teile deine Gedanken mit uns! Wie stellst du dir die Zukunft von 3D-Scan vor? Wie möchtest du diese Technologie nutzen?

Wir freuen uns auf eure Ideen!

Carolin ist verantwortlich für das Marketing bei Scoobe3D. Sie mag es, schwierige, technische Themen einfach darzustellen und hat hier über mehrere Jahre Erfahrung gesammelt. Am liebsten isst sie Eis und Schokolade.

10 Kommentare
  1. Michael
    Michael sagte:

    Die erste Frage die mir beim Lesen des Textes in den Kopf geschossen ist: Wenn ich die Brille immer auflassen könnte, brauch ich dann überhaupt noch ein Regal?

    Antworten
    • Julian Kuhrdt
      Julian Kuhrdt sagte:

      Hallo Michael!

      Danke für deinen Kommentar! Beim ersten Mal lesen klingt das lustig, ich weiß, gleichzeitig ist die Frage wirklich spannend. Ein bisschen weiter gefasst würde das für mich bedeuten: Wie viel meines Lebens kann/will ich ins Digitale verlegen?
      Könnte ich die Brille für immer auflassen, wäre das Regal sicher ein verzichtbarer Gegenstand. Aber könntest du dir vorstellen, so weitgehend auf Haptik zu verzichten? Ich bin mir da bei mir selbst nicht so sicher. CDs zum Beispiel sind bei mir inzwischen komplett verschwunden. Bei Filmen entwickelt sich das in die gleiche Richtung. Mit E-Books aber könnte ich mich nicht anfreunden.
      Eine Frage zum Abschluss: Hast du noch Regale zuhause?

      Beste Grüße, Julian Kuhrdt

      Antworten
      • Michael
        Michael sagte:

        Hmm evtl. müsste ich nicht auf haptik verzichten wenn 3d Scanner meine Präsenz ständig mit dem digitalen Raum abgleichen und mir die entsprechenden Regionen im Gehirn triggern.. aber ich habe auch kein Problem auf haptische Regale, Pflanzen, Bücher und Wandfarben zu verzichten… das hat den Vorteil das man sie mit einem Gedanken austauschen kann … noch hab ich aber auch Regale

        Antworten
        • Julian Kuhrdt
          Julian Kuhrdt sagte:

          Das klingt ja schon arg nach dem Film “Matrix”! Die Idee ist auf jeden Fall spannend. Mir wäre das aber auch ein bisschen unheimlich.
          Vor allem, wenn man die Grenze zwischen VR und Realität nicht mehr eindeutig erkennt.
          Mit meinen Regalen bin ich bislang zufrieden. Die mit einem Gedanken auszutauschen wäre aber sicher ganz angenehm, wenn es mal so weit ist.

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  2. Nancy Renning
    Nancy Renning sagte:

    Spannend finde ich Verpackungen. Wer die Porzellantassen der verstorbenen Grosseltern einscanen kann und eine passende 3D-Druck-Verpackung für den Umzug drucken kann, erkennt, dass das einfache Einwickeln in Papier nicht ganz das Gleiche ist. Man muss sich um den Transport viel weniger Sorgen machen, weil nichts wackelt und verrutscht. Auch für Geschenke könnte man kreative Verpackungen 3D-drucken. Idealer wären solche, die so hübsch sind, dass man das Geschenk auch darin aufbewahren möchte odet welche, die eine zusätzliche Funktion hätten. All das gäbe sicher eine schöne persönliche Note. Aber eben, ohne guten 3D-Scan kein guter 3D-Druck. In dem Sinne: Forscht und testet weiter! Besten Gruss, Nancy

    Antworten
    • Julian Kuhrdt
      Julian Kuhrdt sagte:

      Hallo Nancy!

      Vielen Dank für deine Anregungen! Du scheinst ja schon sehr genaue Vorstellungen davon zu haben, wie du 3D-Druck für dich verwenden kannst. Auf so eine kreative und praktische Anwendung wäre ich nicht gekommen. Hast du mit dem Drucken von Verpackungen schon Erfahrungen gemacht?
      Wenn nicht würde mich noch interessieren, woran das gelegen hat. Bis dahin bleiben wir natürlich fleißig, damit deine Idee am Ende auch nicht am 3D-Scan scheitern soll!

      Beste Grüße,

      Julian Kuhrdt

      Antworten
    • Julian Kuhrdt
      Julian Kuhrdt sagte:

      Hallo Stefan!

      Ich freue mich sehr über dein Lob! Die Bilder vom Prototyp und die Scandaten hast du ja vielleicht schon in unserem Newsletter gesehen. Ansonsten findest du ab morgen einen Testscan in unseren FAQ’s. Die Fotos vom Prototypen werden wir vorerst aber leider nicht auf unserer Seite veröffentlichen. Wenn du die Bilder aus dem Newsletter vielleicht nicht abrufen konntest, oder anderweitige Fragen hast, kannst du uns auch gerne nochmal über den Live-Chat oder per E-Mail anschreiben. Ich hoffe sehr, dass ich dir damit weiterhelfen kann.

      Beste Grüße,

      Julian Kuhrdt

      Antworten
    • Carolin
      Carolin sagte:

      Hi Raniyah,
      compliments from someone, that also has a well written site, mean a lot to us! 🙂 We’re not just preparing pictures – there will even be a video soon. It’s already in editing progress. We like to stay in touch with people interested in us and keep them updated with our newsletter. With the newsletter you will be rewarded to hear major news first. Furthermore we currently improve a lot about the English version of the website. You can look forward to a better translation. We’re so happy to welcome more English speaking people here! Thank you for your kind comment!

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