Low Budget

3DDruck für alle

Du interessierst dich brennend für 3DDruck, bist aber kein Krösus? Um nicht wieder bis Weihnachten warten zu müssen, solltest du einige Tricks kennen.

Oft dauert es Jahre, bis ein Produkt im Mainstream angekommen ist. Das ist auch meistens die Zeit, die es braucht, bis dieses für die meisten Konsumenten bezahlbar ist. Wer sich für neue Technologien interessiert, der braucht also vor allem eines: genug Geld auf der hohen Kante. Doch was, wenn du nicht so lange warten willst?

Wer trotz teils hohen Einstiegspreisen zu den sogenannten Early Adoptern gehören will, muss Kreativität und Erfindergeist beweisen. Auch der 3DDruck macht hier keine Ausnahme.

Denn von der Druckvorlage zum fertigen Objekt sind oft mehrere Devices nötig. Für das ganze Vorhaben gilt die Faustregel:

Je mehr Geräte, desto teurer.

Um den 3DDruck also deinem Portemonnaie anzupassen, solltest du dir um dein Projekt zuerst einige Gedanken machen. Dabei darfst du aber nicht an der Qualität sparen! Denn wer sein Hobby liebt und trotzdem schlechte Produkte kauft, wird enttäuscht. Am Ende wirst du dir die Frustration ersparen wollen, und ein besseres Gerät kaufen. So gibst du auf lange Sicht also mehr Geld aus, als weniger!

Auch für einen guten Low-Budget-3DDruck sind einige Dinge nötig. Daher ist es sinnvoll, zu Beginn überlegen, was du alles zum 3DDrucken brauchst. Nur so ist auch erkennbar, woran du später sparen kannst.

Beginne bei der Druckvorlage.

Schon dabei bieten sich dir verschiedene Möglichkeiten. Denn wer 3Ddrucken will, kann zu CAD-Programmen, 3DScannern oder fertigen Vorlagen aus dem Internet greifen. Abhängig von deinen Ansprüchen kannst du dir so eine Menge Geld sparen.

Der große Vorteil an 3DVorlagen ist, dass sie meist gratis sind. So kommst du ohne Aufwand und in kurzer Zeit an gute 3DModelle. Für den Einstieg findest du hier meinen Blogeintrag zu diesem Thema.

Einen Nachteil gibt es allerdings:

Du willst lieber individuell drucken?

Dann sind fertige Vorlagen nichts für dich. Für 100% selbst gemachte 3DDrucke bieten sich eher CAD-Programme oder 3DScanner an. Letztere ermöglichen es dir zwar, in kurzer Zeit an Druck-Vorlagen zu kommen. Allerdings findest du bei einem Budget von unter 1000 Euro leider noch keine Lösungen, die auch dem Verlangen nach Qualität gerecht werden können.

Während du also noch auf erschwingliche und präzise Produkte wie die Scoobe3D warten musst, bleibt dir etwas Zeit, ein CAD-Programm zu erlernen.

Wer gerne in diesen sauren Apfel beißt, muss gleichzeitig etwas Know-How und Durchhaltevermögen mitbringen. Einen Lichtblick gibt es trotzdem:
Auch hier gibt es kostenlose Optionen. Diese Seite hat einige tolle Vorschläge für dich.

Wer lieber nicht auf Freeware vertraut, sollte sich vor dem Kauf gut informieren. Hier findest du eine hilfreiche Seite, die Produktbewertungen zu zahlreichen kostenpflichtigen Softwares für dich zusammengestellt hat.

Nun zum Wesentlichen: der 3DDrucker

Es gilt: Wer Geld sparen möchte, muss selber ran. Deshalb empfehle ich, über einen Drucker-Bausatz nachzudenken. Neben den niedrigeren Preisen im Vergleich zu fertig gelieferten Modellen, profitiertst du vor allem aus einem Grund: Es gibt keinen besseren Weg zu lernen, wie ein 3DDrucker funktioniert.

Dafür habe ich eine Lektüreempfehlung für dich.

Wenn du es lieber bequemer hast, ist das aber keine Schande! Allerdings erhältst du damit zum selben Preis tendentiell das schlechtere Produkt. Mit guter Recherche vor dem Kauf kannst du dieses Problem umgehen. Bei dem Einstieg möchte ich dir ein bisschen helfen. Deshalb findest du auf dieser Seite eine Liste der besten Low-Cost-Drucker.

Du möchtest nicht gleich einen eigenen Drucker kaufen?

Vielleicht hast du dann Glück, und es gibt in deiner Nähe einen Makerspace oder ein FabLab. Das sind offene Räume, in denen du als Mitglied 3DScanner und -Drucker gemeinschaftlich nutzen kannst. Dabei sparst du dir nicht nur Geld, sondern profitierst auch von den Erfahrungen anderer. So findet ein Austausch statt, der Spass macht und dir sicher auch das Arbeiten erleichtert.

Makerspaces sind in Deutschland allerdings noch recht selten. Wenn du also nicht in einer größeren Stadt wohnst, wirst du wahrscheinlich eher auf meine anderen Tipps zurückgreifen. Und zum Glück gibt es noch einiges, wodurch du deine Kosten reduzieren kannst. Denke daran:

Kleinvieh macht auch Mist.

In erster Linie heißt das: Sei sparsam mit Filament!

Zugegeben, gegen den Preis eines guten 3DScanners oder -Druckers klingt das nach Peanuts. Doch bei einem Preis von rund 25 Euro pro Rolle kommt schnell einiges zusammen. Wenn du klug sparst, hast du später mehr Geld für die interessante Dinge, wie 3DDrucker, -Scanner und Co.

Es gibt viele Möglichkeiten, am Filament zu sparen. Am naheliegendsten ist vor allem eine:

Verringere die Größe deines Ausdrucks!

Klar, das ist nicht immer praktikabel. Aber oft hat die Größe des Gedruckten keinen Einfluss auf die Funktionalität. Es macht ja nichts, wenn dein neuer Schlüsselanhänger ein wenig kleiner ist, als im Modell. Größe ist also nicht alles. Gerade, wenn es um deinen Geldbeutel geht.

Ein bisschen subtiler, doch oft die praktischere Lösung:

Verringere die Dichte!

Sicher ist es manchmal nötig, den Gegenstand deiner Wahl massiv zu drucken. Gerade bei Gebrauchsgegenständen wie Handy-Hüllen oder Gehäusen für den Raspberry Pi. In den meisten Fällen ist es allerdings sinnvoller, mit reduzierter Füllung zu arbeiten. Gerade wenn du zuhause viel druckst, wirst du so deinen Bedarf an Filament deutlich verringern.

Für die Hardcore-Sparer gibt es noch eine besondere Variante, sich Geld für Filament zu sparen:

Schenke deinem Plastikmüll ein zweites Leben!

So genannte Filament-Extruder ermöglichen dir, Plastik zu Recyceln und in deinem nächsten Druck zu verwenden. Das klingt toll, ist allerdings in der Regel nicht billig. Wer trotzdem besonders smart sein Geld sparen will, kann mit dieser Anleitung sogar einen DIY-Extruder bauen. So schonst du neben deinem Kontostand auch die Umwelt – sehr elegant, finde ich!

Wie du siehst, gibt es viele Wege, um dein 3DDruck-Projekt zu einem angemessenen Preis zu verwirklichen. Die Frage ist nur, wieviel Aufwand du dir machen möchtest.

Ich hoffe, dass dir meine Tipps geholfen haben. Doch vielleicht hast du noch einige spannende Tricks auf Lager, auf die ich nicht gekommen bin? Dann schreib mir diese in die Kommentare! Ich freue mich sehr auf deine Ideen.

Carolin ist verantwortlich für das Marketing bei Scoobe3D. Sie mag es, schwierige, technische Themen einfach darzustellen und hat hier über mehrere Jahre Erfahrung gesammelt. Am liebsten isst sie Eis und Schokolade.

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